About

„We separate, limit and bring into a human scale apart of unlimited space.“

(Gerrit Rietveld, 1954)

 

studio 2 widmet sich einem der zentralen Aufgabenfelder der Architektur, der Untersuchung, Entwicklung und Gestaltung von erlebbaren Räumen für Menschen und den damit verbundenen architektonischen Interventionen. Forschungsschwerpunkt ist das Thema „Mensch und Raum“: die Wahrnehmung und Wirkung von Raum und seinen materiellen und immateriellen Qualitäten. Dazu gehören Konzept und Kontext, gestaltete Form, Charakter und Atmosphäre, Materialität, Farbe und Licht. Philosophie, Kunst, Natur- und Gesellschaftswissenschaften sind die Referenzwissenschaften unsere interdisziplinär orientierten Arbeitsweise.

 

„attitude is everything“

Architektur ist eine Frage der Haltung, der Einstellung gegenüber der Gemeinschaft und ihren Ressourcen. Sie ist Denkform und Handlungsform zugleich, nicht nur Objektform. Um zu neuen Architekturformen zu gelangen, muss man Konzepte und Kontexte überdenken, Strukturen und Strategien überarbeiten und neu ordnen. So wird Architektur jene Ordnungsform, die Grundgerüst ist für Leben, die offen bleibt gegenüber den Bedürfnissen und Handlungen ihrer Benutzer und ihnen dient, ohne sie in überkommene Schemata zu verorten.

 

die verräumlichung der gesellschaft verschiedene forschungsthemen

Im Bildungs-, Erziehungs- und Sozialbereich spielt sich eine wesentliche Formung unseres Raumund Strukturverständnisses ab. Die Räume, die ein Kind kennenlernt, bleiben für das spätere Erleben prägend. Daher sind Räume für Bildung, Erziehung und Pflege eine Chance, Lebensqualität zu verbessern und zu einer erneuerten wie sinnlichen Formulierung der gebauten Umwelt zu kommen. Projektbeispiele dafür sind: „das neue lernen“ und seine Architektur; ein Kindergarten in Peru, der in Realisierungsvorbereitung ist; die international gezeigte Ausstellung „Ich lasse mich nicht länger für einen Narren halten“ zur Geschichte der Psychiatrie in Nordtirol, Südtirol und dem Trentino, entwickelt und gestaltet in Kooperation mit dem studio1; neue architektonische Konzepte zu Pflege- und Rehabilitationseinrichtungen.

 

das denken über raum

Die multidimensionalen, multidisziplinären Aspekte des Raums werden mit experimentellen, künstlerischen Projekten bearbeitet wie z. B. den „vessel“- oder „tent“-Projekten. „the conscious user of architecture“ untersucht die Beziehung zwischen der Architektur und deren BenutzerInnen basierend auf den Erkenntnissen der Neuro- und Kognitionswissenschaften. Demgemäß wird der Zusammenhang zwischen Emotion, Verhalten, Sprache und sozialer Bindung der BenutzerInnen mit der Architektur herausgearbeitet.

 

highlights

Das Symposium „spatial thinking II“ mit internationaler Beteiligung debattierte über Raum und räumliche Phänomene, Studierendenaustauschprogramme existieren mit dem RMIT Melbourne und der University of Texas in Arlington.