Die Steinarchitektur in Lessinien

lessinien - Begrenzung bei Fosse
lessinien - Begrenzung bei Fosse
©2013 Joachim Moroder

Die Steinarchitektur in Lessinien

BA
2013
Tutor(s): 
Institut für Gestaltung – studio 2 | Universität Innsbruck

Untersuchung der räumlichen Anlagemerkmale
Arbeitsexkursion nach Lessinien (Prov. Verona)

Betrachtet man die Architektur als Bestandteil einer ganzheitlichen Kulturlandschaft eines Volkes, bzw. einer geografischen Region, so ist es offensichtlich diese aus analytischer Sicht im Zusammenhang mit den lebensbestimmenden Faktoren dieser Region zu bringen. Man kann die Architektur (Baukunst) eines Ortes nicht verstehen, wenn man sie nicht als Vermittler zwischen Mensch und der Welt betrachtet. Die Verbindung zwischenMensch und Ort bzw. zwischen Mensch und Landschaft ist gerade in dieser Baukunst verwurzelt. Hier ist ersichtlich wie natürlich das primäre Material Stein einer Umwandlung (Transformation) unterzogen wird, zur Schaffung der künstlichen Welt. Dieses primäre Material ist in den Lessinischen Alpen dominant und ist Mutter dieser Baukunst. Aus den Gegebenheiten des Materials hat sich auch eine entsprechende Technik des Bauens entwickelt. Es ist daher angebracht die Wurzeln zu studieren, die ein Volk mit dem Ort seines Daseins verknüpft.

Ziel der Arbeit war es, die einmalige Baukultur der Zimbern nördlich von Verona vor Ort analytisch zu erforschen und durch Bau- und Raumstudien einen Einblick in das elementare und handwerklich fundierte und materialbezogene Bauen zu bekommen. Dabei wurde ein Augenmerk auf das räumliche Potential geworfen, das z.T. ein surreales Raumerlebnis auslöst.
In der Studie sollen die ganzheitlich gesehenen Komplexitäten der elementaren Steinbauweise und die Wechselbeziehungen zwischen Bauwerk und Landschaft erkannt und dargestellt werden. Eine Bewertung der Lebensraumqualitäten des Untersuchungsgebietes soll das Gesamtbild vervollständigen.