Raumsimulation

Raumsimulation

Raumsimulation
MA
2016
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HAL (Holon Architecture Labratory), eine an der Architekturfakultät Innsbruck und UCL London arbeitenden Forschergruppe, untersucht mit ihren Arbeiten Architektur und dessen Beziehung zum Menschen.

Der Begriff Holon, geprägt durch den österreichisch/ungarischen Schriftsteller Arthur Köstler, wird als Teil/Ganzes beschrieben. Ein Holon (Hol­ : Ganz; ­on : Teil) ist somit ein Ganzes, als auch ein Teil eines größeren Ganzen. Auf diesen Begriff stützen sich die Untersuchungen und Argumente von HAL in ihrer Forschung zu Theorien und Erklärungmodellen zum Phänomen Architektur. Architektur wird meist als ein Objekt beschrieben, das dem Subjekt gegenüber steht. HAL sucht nicht nach einer objektiven Wahrheit für die Architektur, sondern ersetzt das einfache und substantielle Architekturobjekt mit dem Begriff des holon. Dabei orientieren sie sich in ihrer Argumentation an den Theorien von Edgar Morin, einem französischen Systemtheoretiker und Philosophen, in dessen Systemtheorie es unmöglich ist, ein Objekt zu finden.

Morin argumentiert wie folgt: “Ein Unteilbares Etwas, das Objekt, wurde bis dato nicht gefunden. Vom Atom bis zum Universum selbst ist alles eine erstaunliche Architektur von Systemen, die eins auf dem anderen erbaut sind, eins zwischen dem anderen (...)”

Für HAL ist folglich auch die Architektur, ein Gebäude, ein Haus, ein Raum, ... Teil eines übergeordneten, soziokulturellen Systems, das aber selbst wiederum auf vielen Subsystemen aufbaut. Folglich muss das System Architektur in Relation zu seiner Umwelt, in Relation zur Zeit und schließlich in seiner Relation zum Beobachter/Begreifer verstanden und untersucht werden.